AKTUELL

 

Zwei Jungjäger-Ausbildungslehrgänge unter Coronabedingungen erfolgreich abgeschlossen

 

 

Zu Beginn des Jungjägerausbildungskurses 2019/2020 startete der Unterricht geregelt in Präsenzveranstaltung der Deula Witzenhausen mit 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Doch dann kamen aufgrund der Coronapandemie unvorhersehbare Herausforderungen auf den gesamten Ausbildungslehrgang zu. Das fleißigst erarbeitete Wissen konnte nicht wie geplant im Frühjahr abgerufen werden, weil die Prüfungen in den Herbst verschoben wurden. Somit hieß es, dass erlernte Wissen auf einem hohen Niveau zu halten und schlussendlich in den Herbstprüfungen abzurufen. Dies wurde von insgesamt 15 Prüflingen mit Erfolg abgelegt.Gleichzeitig startete der neue Jungjägerkurs 2020/2021. Die Ausbildung war auch in diesem Jahr von Coronabeschränkungen geprägt. Anfangs in Präsenz, dann -aber wegen der hohen Ansteckung im Winter 2020-  gelang es dem Ausbildungsteam durch online Veranstaltungen den Unterricht aufrechtzuerhalten.  Anfang Juni 2021 konnten nach neun Monaten Ausbildung endlich auch die angehenden Jungjägerinnen und Jungjäger dieses Kurses ihre Prüfungen ablegen. Von 16 angetretenen Prüflingen, haben 13 das grüne Abitur bestanden.

Ein besonderer Dank gilt den Ausbilderinnen und Ausbildern unter der Lehrgangsleitung von Christoph Lahmann, die alle mit ihrem Engagement die Ausbildung unter diesen erschwerten Bedingungen möglich gemacht haben. Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer der Kurse 2019/2020 sowie 2020/2021 haben durch ihre Selbstdisziplin und Eigenverantwortlichkeit sich mit den verschiedensten Prüfungsgebieten auseinandergesetzt und dadurch diese Kurse zum Erfolg gebracht. Insgesamt 32 Prüflinge aus beiden Kursen bestanden das grüne Abitur und konnten am 01.10.2021 endlich ihren Jägerbrief in Empfang nehmen. Nachdem unser Bläserkorps unter der Leitung von Rupert Wallner das Signal Begrüßung geblasen hatte, konnte unser Vorsitzender Gerhard Hilwig die Jungjägerinnen und Jungjäger sowie die JHW-Mitglieder begrüßen. Gemeinsam mit dem Ausbildungsleiter Christoph Lahmann beleuchteten sie das zurückliegende Jahr und überreichten die Jägerbriefe. Der JHW dankt allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Wir wünschen unseren Jungjägerinnen und Jungjägern ein kräftiges Waidmannsheil für das zukünftige Jägerleben und dass die wichtigen Grundsätze der Jagdausbildung nicht vergessen sowie immer beherzigt werden.
Der neue Jungjägerkurs startete bereits im September 2021 mit 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.


Hessischer Staatsgerichtshof bestätigt Argumentation des LJV: Keine sachliche Begründung für die Schonzeit von juvenilen Füchsen, Waschbären und Marderhunden

 

 

Am Dienstag, 12. Februar 2020, hat der Hessische Staatsgerichtshof in Wiesbaden sein Urteil im Verfahren über den Normenkontrollantrag der FDP-Fraktion Hessen gegen die Hessische Jagdverordnung verkündet und damit die sachlichen Argumente des LJV gegen eine Schonzeit von Jungfüchsen, Jungwaschbären und juvenilen Marderhunden bestätigt. Der Staatsgerichtshof hat weiterhin bestätigt, dass das Jagdrecht insofern dem Tierschutzgesetz vorgeht, als die Jagd ein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzrechts ist.

Der LJV hat die Klage der FDP-Fraktion begleitet und entsprechend dem Delegiertenbeschluss aus dem Jahr 2016 unterstützt. Im Übrigen lässt das Urteil den Schluss zu, dass hinsichtlich der anderen bestandhabenden Jagd- und Schonzeiten grundsätzlich auch Änderungen durchgeführt werden können. In diese Richtung wird der LJV auf politischen Ebene weitere agieren.

 

Nunmehr sind die seit Bestehen der neuen Jagdverordnung stetig geforderten Schonzeitaufhebungen des LJV für juvenile Füchse und Waschbären als erfolgreich zu bezeichnen.

Wie der Staatsgerichtshof weiter feststellte, unterliegt sowohl das Jagd- als auch das Jagdausübungsrecht dem Schutz der Eigentumsgarantie des Art. 45 HV (vgl. Art. 14 GG).


Bei zwei weiteren Wildschweinen in Sontra- Wichmannshausen und Sontra- Weißenborn wurde der Virus der Aujeszkyschen Krankheit virologisch nachgewiesen.
Beide Wildschweine waren klinisch unauffällig und wurden zur Lebensmittelgewinnung genutzt.
An der bisherigen Sachlage ergibt sich keine Änderung in Bezug auf die Jagd.

Hiermit wird nochmals darauf hingewiesen, dass es sich um eine für Menschen NICHT ansteckende Tierseuche handelt.


Meldung des Kreisveterinäramtes Eschwege:

 

Im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings wurde am 04.09.2019 bei der routinemäßigen Untersuchung einer Wildschweinblutprobe aus dem Raum Waldkappel durch das Hessische Landeslabor in Gießen Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) amtlich nachgewiesen.

 

Anlass zur Panik besteht aufgrund des aktuellen Befundes nicht, jedoch sollten die Betroffenen Folgendes beachten:

 

Bei der AK handelt es sich um eine durch ein Herpes-Virus hervorgerufene Tierseuche, die bei einer Vielzahl von Säugetieren auftreten kann. Die Ansteckung erfolgt über Blut- und Schleimkontakt oder bei der Nahrungsaufnahme. Neben Haus- und Wildschweinen können Rinder, Schafe und Ziegen sowie insbesondere Hunde und Katzen erkranken. Die Symptome ähneln bei Hunden und Katzen der Tollwut, weshalb die AK auch als „Pseudowut“ bezeichnet wird.
In Deutschland wurde in den vergangenen zehn Jahren bei insgesamt zehn Hunden eine AK-Infektion nachgewiesen. Alle waren Jagdgebrauchshunde, die nach unmittelbarem Kontakt mit Sauen an dieser Viruserkrankung verendet sind. Bei Hunden zählen starker Speichelfluss, auffallende Ruhelosigkeit oder Mattigkeit sowie starker Juckreiz oder schwankende Bewegungen zu den auffälligsten Symptomen. Grundsätzlich verläuft die Krankheit bei Hunden und Katzen stets tödlich. Ein Impfstoff gegen die AK existiert für Hunde und Katzen nicht.

Bei Haus- und Wildschweinen ist der Verlauf der Erkrankung altersabhängig. Sie verläuft umso dramatischer, je jünger die Tiere sind. Saugferkel verenden zumeist, bei Mastschweinen werden hauptsächlich Husten und verminderte Mastleistung beobachtet. Sauen erkranken in der Regel überhaupt nicht, tragen das Virus nach Ansteckung jedoch zeitlebens in sich und können es – insbesondere bei Stress – jederzeit in hohen Mengen ausscheiden.
In Hausschweinebeständen verursachen Ausbrüche der AK durch die Erkrankung der Tiere und Todesfälle erhebliche wirtschaftliche Schäden. Aus diesem Grunde wurde die AK in den deutschen Hausschweinebeständen über ein aufwendiges Bekämpfungsverfahren getilgt. Seit 2004 gelten die deutschen Hausschweinebestände als AK-frei. Durch regelmäßige Untersuchungen wird dieser Status ständig überwacht.
Allein in den Jahren 2017 bis 2018 sind im Landkreis insgesamt 900 Haus- und 350 Wildschweineblutproben mit negativem Ergebnis auf AK untersucht worden. Bei Wildschweinen tritt AK hauptsächlich in den ostdeutschen Flächenländern auf. Hessenweit waren in 2015 72 von ca. 3000 untersuchten Wildschweinproben AK-positiv.

 

 Der Mensch ist für die Erkrankung nicht empfänglich, Fleisch von Wildschweinen und Hausschweinen kann daher bedenkenlos verzehrt werden.

Was müssen Jäger beachten?

-    - unmittelbare Kontakte von Jagdhunden mit Wildschweinen auf das                          Notwendige  beschränken

- k- einen rohen Aufbruch und kein rohes Fleisch von Schwarzwild an Hunde
      verfüttern

-   - Hunde vom Streckenplatz bzw. beim Aufbrechen fernhalten

- den Aufbruch grundsätzlich vergraben, um eine Infektion anderer Tiere zu           verhindern

 

Was müssen Schweinehalter, die auch Jäger sind, beachten?
!Konsequentes Hygienemanagement auf dem Betrieb, Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen gemäß Schweinehaltungshygieneverordnung!

·     - nicht mit Jagdbekleidung in den Stall gehen

·     - kein Wildschwein auf dem Betrieb aufbrechen

·     - besondere Vorsicht beim Zerwirken / Entsorgen der nicht verwertbaren Reste